So lassen sich Herd und Backofen reinigen - von der Vorbereitung bis zur Nachbehandlung

Seien es eingebrannte Speisereste oder hartnäckige Verkrustungen - für viele ist die Reinigung von Herd und Backofen eine lästige Angelegenheit. Zugleich sind sich viele unsicher, wie sie am besten vorgehen. Der folgende Ratgeber zeigt, mit welchen Reinigern Sie Schmutz entfernen und Oberflächen schützen.

Vorbereitung

Im ersten Schritt werden lose Einzelteile aus dem Ofen herausgenommen. So lassen sie sich später leichter reinigen. Oftmals lassen sich die seitlichen Roste und der Boden einer Backröhre herausmontieren. Zudem ist es bei Gasherden üblich, dass sich Stahlabdeckungen und Flammenkränze direkt herausnehmen lassen. Auch lohnt es sich, Bedienschalter zu entfernen, um sie separat zu säubern. Bei der Reinigung empfiehlt es sich, den Schmutz zuerst einzuweichen. Dazu werden die losen Einzelteile für einige Stunden in einen Behälter mit verdünntem Essigreiniger gelegt. Dies erspart Arbeit und schont die Oberfläche, wenn angebrannte Speisereste entfernt werden sollen.

Reinigung

Nun folgt die eigentliche Reinigung. Dabei ist es wichtig, die Materialien der Oberflächen zu schonen. Ältere Herde verfügen über eine emaillierte Oberfläche, die sich leicht verkratzen lässt. Ähnlich verhält es sich mit einem Cerankochfeld. Ein Stahl-Reinigungspad oder eine Scheuermilch kann das Material schwer beschädigen. Selbst ein Topfreiniger kann mit seiner rauen Reinigungsseite kleine Kratzer verursachen. Stattdessen können Sie ein Mikrofasertuch benutzen. Im Übrigen eignen sich Mikrofasertücher auch deshalb, weil sie sich im Anschluss in der Waschmaschine reinigen lassen. Als Reinigungsmittel haben sich die gängigen Hausmittel aus der Küche bewährt. Die Seiten und den Boden der Backröhre können Sie mit Waschpulver oder einem pulvrigen Geschirrreiniger behandeln. Gegen Krusten und Flecken eignet sich Salz, während Backpulver bei Verfärbungen eine Abhilfe leistet. Alternativ können Sie im Drogeriemarkt einen speziellen Backofenreiniger erwerben. Diese sind alkalisch, wodurch sich Schmutz leicht aufquillen lässt. Dazu wird der Reiniger auf die Oberfläche gesprüht und über eine Einwirkzeit von bis zu vier Stunden stehen gelassen. Danach wird er mit einem Schwamm oder einem Tuch abgetragen. Bei hartnäckigen Flecken kann er auch mehrmals angewendet werden.

Reinigung mit Zitronensaft

Nach der Reinigung sollten alle Reinigungsmittel mit reinem Wasser gründlich abgetragen werden. Im Anschluss empfiehlt sich eine Nachreinigung, um unangenehme Gerüche zu beseitigen. Dazu hat sich die Behandlung mit Zitronensaft bewährt. Zunächst wird der Saft einer Zitrone gepresst und mit einer Tasse Wasser vermischt. Die Mischung wird in eine Auflaufform gegossen und im Ofen auf 120 Grad erhitzt. Nun entsteht Wasserdampf, der sich im Backofen verteilt. Durch den Dampf werden Gerüche gebunden und neutralisiert. Abschließend schalten Sie den Ofen aus und lüften ihn für einige Minuten.

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Quelle und Bildmaterial: fotolia.com #187870542 | Urheber: Andrey Popov (abgerufen am: 16.01.2018)